Interaktive Medien

MoMA Poll, Hans Haacke, 1970

Eigene Gedanken, ich kenne Haacke nicht und habe mich nicht weiter mit der Situation befasst außer dieses Bild gesehen zu haben:

Hans Haacke, “MoMA Poll,” 1970. Installation view: “Information,” Museum of Modern Art, New York, 1970. © Hans Haacke / Artists Rights Society (ARS), New York. Courtesy the artist and Paula Cooper Gallery, New York
Ein unbekannter Autor vermittelt durch manipulative Implikationen eine Meinung.
Es “würde” in der Szene nicht gewählt, es wird bereits gewählt. Die trügende Transparenz der Wahlurnen erklärt nicht wer 1970 im Museum of Modern Art vorher seinen Stimmzettel abgegeben hat. Es ist jetzt November.
Es wirkt erbärmlich auf mich Meinungen vehement vertreten zu sehen wenn von den Vertretern nicht gewusst wird woher sie ihre Meinungen haben. Quellen der Informationsflut aus welcher Meinungen geschöpft werden sind fast immer unbekannt, genau wie die Gründe und eingesetzten  Strategien der Kommunikation dieser (Tips & Tricks der Manipulation).  Ob es wohl besser ist Meinungen nur zu beachten, wenn sie auf eigens empirisch gemachten Erfahrungen beruhen?
Mit Virtual Reality wird eine Geschichte, die man nur erzählt bekommen hätte, zur eigens gemachten Erfahrung.
Ich habe das Glück Menschen kennen gelernt zu haben die politische Großprojekte machen, das bedeutet ich kenne die Motivation Methoden zum Machen von Meinungen einzusetzen welche ungern ausgesprochen werden, da sie dann nicht mehr funktionierten.
Man muss ein Thema von verschiedenen Perspektiven aus beleuchtet haben, um erkennen zu können, wenn Details in der Kommunikation dessen bewusst weggelassen werden.
Zudem sind weitere Möglichkeiten der Kommunikation ein Mythos wenn Gestaltungsmöglichkeiten von Kommunikation und Manipulation nicht studiert wurden.
Diese Punkte können Angst auslösen.
Peter Winterhoff-Spurk schreibt in “Massenkommunikation und Psychologie”, Springer 1997, der Begriff “Masse” gehöre in diesem Bezug in die “semantische Mottenkiste”.
(Der Begriff) “Masse” weckt […] die Vorstellung von einer Ansammlung psychologisch weitgehend identischer, willenloser und hochgradig emotionalisierter Individuen.
Kommunikation legt unter anderem den Trugschluß nahe, hier seien in nennenswertem Maße interaktive Vorgänge zwischen einem Sprecher bzw. Sender und eben jener Masse zu beobachten.

Schwierig in Anbetracht moderner (digitaler) Methoden der Kommunikationsgestaltung.