Interaktive Medien

Craniomandibuläre Dysfunktion

Ich bin kein Mediziner und hoffe mich nicht zu weit aus dem Fenster zu lehnen, habe folgende Problematik jedoch bereits bei mehreren Personen beobachten können.

Viel vor’m Computer sitzen -> Schlechte Haltung.
Stress -> “Kiefern”, oft unbemerkt im Schlaf.
Drogenkonsum / Depression / Vernachlässigung in der Kindheit -> Mangelnde Zahnhygiene.

Das sind gängige Motive in den jüngeren Generationen.
Chronische Schmerzen oder Unwohlsein im Kieferbereich sind nicht nur ein Leid, welches sich auf den gesamten Körper auswirkt, per se, sondern schränken auch die Fähigkeit zu sprechen ein, was mit weiterem psychischen Leid einhergeht, auch, da der Grund für diese rein physische Form der Sprechblockade oft missverstanden wird (“Warum sprichst du nicht mit mir / uns?” “Wo bist du denn mit deinen Gedanken?”, “Warum sprichst du so komisch?”). Sprachprobleme dieser Art werden als Ausrede oder Hypochondrie abgetan, da vermutet wird, dass die betroffene Person nicht richtig sprechen wollen würde.
Da die Diagnose oft nicht richtig getroffen wird und die Symptome für den Patienten oft unerklärliche Ursachen zu haben scheint (die Zähne haben ungeahnter Weise enormen Einfluss auf den Körper, teils äussern sich die Symptome nicht erst im Kieferbereich) läuft man mit diesen Symptomen also Gefahr auf die ein oder andere Weise tatsächlich verrückt zu werden.
Auch die Therapiemethoden sind schlecht, Kieferorthopäden, Zahnärzte und Physiotherapeuten arbeiten zu selten zusammen, während der psychische Aspekt chronischer Schmerzen völlig außen vor gelassen wird. Das ist besonders problematisch, da Personen mit craniomanidbulärer Dysfunktion sich ohnehin oft bereits in prekärer Lage befinden.

Craniomandibulärer Dysfunktion (CMD) - Funktionsstörung des Kausystems