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Flatten the Curve

Verbindung zwischen Kampf gegen Coronavirus und digitalen Audio-Dateiformaten: Flatten the Curve!
Die Smoothstep-Funktion. Beschränktes Wachstum von Punkt (x1,y1) zu Punkt (x2,y2) – super easy. Wird in der Computergrafik, Klangsynthese und Lichtsteuerung oft verwendet.
Anschauliche Erklärung:

An dieser Erklärung kann ich meine Idee von 2017 erklären, ein digitales Audioformat einzuführen, welches die gesamte Welle einer Audiodatei nicht wie gehabt in Punkten (häufig 48.000 Punkte / Sekunde für wav oder mp3 dateien), sondern ausschließlich als Polynomfunktion darstellt. Das lässt sich auch vergleichen mit Pixel- und Vektorgrafiken. In der Pixelgrafik wird der Farbwert jedes einzelnen Pixels auf dem Bildschirm beschrieben, in Vektorgrafiken hingegen werden ausschließlich Linien und Flächen durch mathematische Funktionen beschrieben. Deshalb kann man eine Vektorgrafik theoretisch unendlich vergrößern, ohne, dass das Bild “verpixelt”.
Ein Klang hat leider viel zu viele Informationen um seine Welle händisch nachzuzeichnen. Für diesen neuen Codec brauchen wir also einen Codierer, der automatisch die einfachsten mathematischen Funktionen zur angenäherten Beschreibung der Sampleverteilung eines Klangs berechnet. Das konvertieren in das neue Format ist also recht Rechenintensiv, da die besten (also die einfachsten * genauesten) Funktionen selbst durch übergeordnete Funktionen gefunden werden müssen. Das macht auf heutigen Computersystemen aber nix, mehr Resourcen als bei herkömmlicher Kompression von Audio dürfte es nicht verbrauchen, und der Decodierer wird schneller sein als der Decodierer von Sample-basierten Audioformaten.
Das Beste, was ich mir von dieser Idee allerdings erhoffe, ist, dass Audiodateien diesen Formates womöglich zehn- bis hundertfach kleiner sind, als Sample-basierte Audiodateien.
Arbeitsablage folgt.
PS: Diese Idee hat nicht direkt etwas mit dem .grs “Random Sound” Audioformat und Codec zu tun. Es handelt sich um zwei verschiedene Ideen, die eine, zur Verkleinerung von Dateigröße und Beschleunigung von Lesegeschwindigkeit, die andere zur Komposition von digitaler Zufallsmusik.

Ai-Da

Idiotischer Bullshit. Sexistische Werbekampagne. Beängstigende Horrorgeschichte mit hoher Reichweite. Effektiver Kunst- und Mediengeschichtsrevisionismus, unabsichtlich ausgeführt von Laien. Eine Beleidigung für alle Computergrafikprogrammierer.

https://www.ai-darobot.com/

Ich finde dazu Anons im Netz Kommentare schreiben, scheinbar ernsthaft verängstigt ob dieses Ding individuelle, bewusste Gedanken hätte. Ich muss also anbringen, dass Pixel-malende Algorithmen spätestens seit der ersten Computergrafikausstellung von Max Bense, Georg Nees und Frieder Nake 1965 in Stuttgart als künstlich Intelligente Künstler bezeichnet werden. Im Begriff “Künstler” steckt schon Menschlichkeit. Diesen Fakt zu revidieren, und zu behaupten, ein Apparat benötige ein Gesicht, um menschlicher zu werden, das beleidigt alle, die mal Farben auf einen Bildschirm programmiert haben, besser gesagt Programme entwickelt haben, welche das machen. Denn am Ansprechen des Gesichtssinnes durch das Anbringen eines Gesichtes auf einem Ding, an Programmen die Pixel malen und Drucker ansprechen ist wirklich überhaupt nichts neues.


Es ist wie im Videospiel, ich kenne das selbst. Dicke, lispelnde Männer mit Nackenbart, viereckigen Augen und Kellerteint steuern Figuren die aussehen wie knackige junge Mädels durch eine aufregende Welt. Will Jackson scheint Ai-Da dafür gebaut zu haben um seine Firma zu bewerben. Zeigt er dadurch auf, dass Künstler durch den Besitz eines Gesichtes, der Fähigkeit in Dialog zu treten und Palette und Pinsel definiert werden?
Es wird jede Menge gelogen. Was die Menschlichkeit angeht erscheinen mir die Unterschiede zum Schachtürken aus dem im 18. Jahrhundert marginal. Vielleicht sogar zur Marionette? Mensch animiert Puppe.
Ist ein Algorithmus, der Funktionen, welche ähnlich sind wie Tätigkeiten des Menschen, ausführt, ohne Gesicht mysteriöser, stärker, als mit Gesicht? Vielleicht dient das “Vergesichtlichen” eines Dinges eher zur Entzauberung als zur Verzauberung.
Vermenschlichen von Maschinen ist auf jeden Fall ein alter Hut. Ich bin froh darüber dass allgemein mehr und mehr verstanden wird, was neue Technologien auch nur sind. Jedenfalls weder lebendig noch bewusst noch intelligent wie ein Mensch. Das Glauben zu machen kann man Kunst nennen – oder arglistige Täuschung. Naja.
Positives: Ich mag die Frage danach was Mensch und Maschine denn unterscheidet und halte es für gut Boston Dynamics zu beobachten.

Reflektive Displays

Das Licht des leuchtenden Bildschirmes birgt einen “Lagerfeuereffekt“. Anziehendes Licht, flimmerndes Licht, welches uns verhalten macht wie Fliegen und Motten, die sich vom Licht so stark ablenken lassen dass sie dafür freiwillig verbrennen!
Im Kontrast dazu ist die Aura des bewegten Bildes auf dem eReader wesentlich ruhiger als die des bewegten Bild auf anderen Displays.
Das reflektierende Bild hat anders als das leuchtende Pixelbild keine fixe Bildwiederholrate. Es  verändert sich nur was sich eben auf dem Bild verändert. Es fügt sich in die Umgebung ein statt die Lichtsituation zu verändern und leuchtet mir nicht dreister Weise direkt in die Augen. Warum sollte es das eigentlich, wenn es nicht das Konzept des Bildes ist mich zu blenden?
Ich verstehe unter gutem Design weitgehende Reduktion von allem Überflüssigem. Das Überflüssige ist Kitsch. Wenn das Leuchten des Bildschirmes technisch nicht nötig ist, so ist es also nur Kitsch oder höchstens “Comfort” kein externes Licht nutzen zu müssen, der aber zu viel Strom frisst, den Augen schadet, süchtig macht, und jene Kunst die einen Bildschirm nutzt kitschiger erscheinen lässt als nötig.

Das ist eine Bushaltestelle in einem Dorf in Dänemark. Das Solarpanel sieht aus, als würde es maximal 50W generieren. Dänemark, da ist es im Winter 7 Stunden pro Tag hell, davon sind 10% klarer Himmel, 90% bewölkt. Das Display verändert seine Anzeige mindestens minütlich und braucht nur für die Bildveränderungen Strom. Ist das Bild einmal auf den Bildschirm “gezeichnet” so würde es auch ohne Strom weiter angezeigt. Es geht hier je nach Einsatz wirklich um ein Tausendstel des Energieverbrauchs von emittierenden Screens. Man denke daran wieviele Bildschirme überall sind, überlege also wieviel Strom je nach Einsatz gespart würde.
Randbemerkung: In Dänemark kosten Benziner 100% Steuern, Elektroautos 0%.

Bisherige “electronic Paper”-Technologie war nicht gut genug um auf großen Bildschirmen die selbe Bildqualität wie lichtemittierende Displays zu liefern. In den Startlöchern steht jedoch als mein Hoffnungsträger die Firma “ClearINK” die vor wenigen Monaten viele Patente für eine neue Technologie reflektiver Displays angemeldet hat.
Optimal wäre flüssige Animation in 8K Auflösung mit 24 Bit Farbtiefe bei 120 Hertz ohne “Leuchten”. Ob das möglich ist?
https://fread.ink/ ist eine Initiative ein FLOSS (Free/Libre-Open-Source-Software)-Betriebssystem für eReader wie Kindle zu bauen.

Einstein

“Ich glaube nicht an die Freiheit des Willens. Schopenhauers Wort: ‘Der Mensch kann wohl tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will’, begleitet mich in allen Lebenslagen und versöhnt mich mit den Handlungen der Menschen, auch wenn sie mir recht schmerzlich sind. Diese Erkenntnis von der Unfreiheit des Willens schützt mich davor, mich selbst und die Mitmenschen als handelnde und urteilende Individuen allzu ernst zu nehmen und den guten Humor zu verlieren.”

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