Interaktive Medien

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Für die neue Unübersichtlichkeit, Fragen an Maschinelles Lernen, Vorschläge zu Strukturverbesserungen

Dieser Beitrag ist Work in Progress

Maschinelles Lernen kann als Methode zur automatisierten Erkennung und Klassifizierung von Mustern gegen die neue Unübersichtlichkeit, welche es unter Anderen politischen Entscheidungsträgern erschwert Interessen und Bewegungen des Volkes zu erkennen, helfen.
Bevor hier genaue Möglichkeiten analysiert werden gilt es jedoch zu erörtern, welche Vorteile die aktuelle Unübersichtlichkeit bietet, um totalitärer Repression zu entgehen oder Mechanismen dessen zu überwinden, ausgehend von der Idee, dass die neuen Medien dem Individuum Unabhängigkeit ermöglichen. Ich befürchte nicht, dass wir von Maschinen auf schlimmere Weise in Abhängigkeit gebracht werden als von größenwahnsinnigen mächtigen Menschen, im Gegenteil, ich erhoffe eine größere Gerechtigkeit unter den Menschen, indem ihre modernen Sklaventreiber, welche mir leider nötig zu sein scheinen um das aktuelle Niveau zu halten, durch Maschinen ersetzt werden. Auch Ungerechtigkeit erzeugende systemimmanente Mechanismen könnten überwunden werden.
Beispiele:
– Direkte Demokratie via App. Politische Repräsentanten verlieren ihren Zweck wenn das Volk seine Entscheidungen somit untereinander treffen kann. Lobbyismus und Agitprop wird dadurch erschwert bis vielleicht unmöglich.
– Automatisierung von Bürokratie, Kreditvergabe und Juristik. China wendet Methoden an, welche bei uns häufig als dystopisch verstanden werden. Ich glaube, hier muss genauer hingesehen werden.
Ausgehend von diesem Ansatz kommen mir viele Ideen: Automatische Verarbeitung von Rechnungen, auch für Berechnung von Steuersätzen mit flüssigem Steuer-Prozentsatz, statt wie gehabt stufenweise. Oder ein Mindestbedarf an Essen und Trinken steuerfrei. Oder automatisch berechnete, faire Krankenkassenbeitragssätze … oder .. Es gibt Software hierfür. Warum ist diese nicht staatlich gegeben?
Die staatliche Datenbank der Bürger lässt sich noch viel besser nutzen. Datenschutz steht im Weg.
Auf die Spitze getrieben könnte man alles Geld völlig unsichtbar / unbemerkt werden lassen (bei bestehen bleibender Funktionalität von An- und Abrechnung von und für Leistungen (automatisch 2 Tokens erhalten für einen erzählten Witz mit guter Pointe) – gleichermaßen für alle, unter Rücksicht auf ihre individuellen Umstände – nur nicht von Menschen gemacht, sondern von dem Algorithmus, der für alle gilt). Die kulturellen Implikationen dessen …

– Gezieltere Automatisierung von Produktion von Gütern, welche zur Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse nötig sind. Aus dieser ohnehin geschehenden Entwicklung seit der “Industrialisierung” erwächst mehr und mehr die Möglichkeit für ein “Grundeinkommen”.

Zu “Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit”

Das Buch ist nicht gut gealtert.
Es wird nicht ein einziges Mal das Wort “Medium” genannt, statt dessen wird die Kamera und das Mikrofon bei der Aufnahme eines Filmes mit dem Publikum verwechselt.
“Abspielapparate gehen gar nicht, Leinwände sind hingegen in Ordnung.” – OK Boomer.
Zeitlos widersprüchlich weil kapitalistisch, aber von Benjamin, erscheint mir die Annahme, dass die Geschichte seiner Besitzer die Aura eines Kunstwerkes ausmachen.
Dass jede Kopie eine eigene Geschichte, eine eigene Aura hat, wird nicht erwähnt. Zugänglichkeit und Demokratisierung scheinen mir als Entwertung verstanden.
Ist für Benjamin die Blaupause das Element in der Reproduktion, welches die Aura trägt? Ist es das Drehbuch? Oder der einzigartig auf einem Server vorhandene und geheime PHP-Code, welcher HTML generiert?
Das Wort “exklusiv” ist im Allgemeinen positiv besetzt, aber für mich überhaupt nicht. Übersetzt bedeutet es “ausschließend”. Was ist positiv daran ausgeschlossen zu sein bzw. andere auszuschließen?
“Seltenheit” von Luxusgütern, Sammlertrieb, Elite sein, exklusiv sein… Ich halte es für albern bis asozial dass Einzigartigkeit so wichtig sein soll. “Das ist meins!!!” 😀 Das ist meiner Auffassung nach nur das Armutszeugnis über ungenügend Rechenleistung zu verfügen und sich deshalb asozial verhalten zu müssen.
Im Virtuellen kann das nicht mehr als ein Spiel sein. I love it. Wie albern ist es, Exklusivität im virtuellen Raum künstlich zu erzeugen? 100%
Darum hat für mich das Bild “Schwarzes Quadrat, Rotes Rechteck” an Wert gewonnen, als herauskam, dass es kein Malewitsch-Original ist. Ich habe es mir in Form einer Postkarte an die Wand geklebt.
Ausschweifend: Im Nachwort werden als die wichtigsten Apparate das ästhetisierte Maschinengewehr und die Kamera genannt. Die Zeit, in der hier Apparate hauptsächlich auf künstlerische Weise für Kriegszwecke verwendet wurden ist hoffentlich lange vorbei, und die vielen neuen Apparate haben so viel Neues erschlossen, dass ich kaum glauben mag, dass die kunsttheoretische Lücke zwischen Benjamin 1936 und heute nicht kanonisch gefüllt wurde. Auch Flusser wusste 1990 noch nicht, was Virtualität bedeutet. Am allermeisten stört mich an dieser Lücke, dass auch heute noch kaum einer über die künstlerischen, subversiven oder sublimen Potentiale von Interaktion spricht. Dabei ist Pong ist bald 50 Jahre alt. Scheint mir als übersähe ich etwas oder als höre die Wissenschaft hier in vielen Fällen mit ihren Geldgebern auf. Ich sehe nur Peter Weibel als Zeitgenosse, der sich hier nicht scheut.

Postmodernes

Wikipedia:

Liminalität ist ein vom Ethnologen Victor Turner geprägter Begriff. Er beschreibt einen Schwellenzustand, in dem sich Individuen oder Gruppen befinden, nachdem sie sich rituell von der herrschenden Sozialordnung gelöst haben. Turner unterscheidet im Rückgriff auf Arnold van Gennep bei den Übergangsriten drei Phasen: die Trennungs-, die Schwellen- und die Angliederungsphase. Liminalität befindet sich in der zweiten Phase, dem Schwellenzustand. Beispiele sind die Initiationsriten archaischer Gesellschaften oder Revolutionen industrialisierter bzw. moderner Gesellschaften. Während der liminalen Phase befinden sich die Individuen in einem mehrdeutigen Zustand. Das Klassifikationssystem der (alltäglichen) Sozialstruktur wird aufgehoben. Die Individuen besitzen weder Eigenschaften ihres vorherigen Zustandes noch welche des zukünftigen – sie sind „betwixt and between“.

Das ist postmoderner Zeitgeist. Ungebunden, frei, schwerelos, stoisch, depressiv, nirwanös, akzeptant, nicht-zugehörig. Der Glaube, eine universelle Wahrheit ohnehin nicht erkennen zu können. Das Verständnis dafür, dass man in der Position eines Anderen ebenso handeln würde. Der “Nullpunkt”, wie in Fight Club beschrieben. Postmodern betrachtet ist Gruppenzugehörigkeit Ausgrenzung.
Rollenspiele schaffen Abhilfe gegen die hierdurch entstehenden Unmenschlichkeiten wie Schwerelosigkeit, Einsamkeit. “Schuld sind die Computerspiele!” 😀

Flatten the Curve

Verbindung zwischen Kampf gegen Coronavirus und digitalen Audio-Dateiformaten: Flatten the Curve!
Die Smoothstep-Funktion. Beschränktes Wachstum von Punkt (x1,y1) zu Punkt (x2,y2) – super easy. Wird in der Computergrafik, Klangsynthese und Lichtsteuerung oft verwendet.
Anschauliche Erklärung:

An dieser Erklärung kann ich meine Idee von 2017 erklären, ein digitales Audioformat einzuführen, welches die gesamte Welle einer Audiodatei nicht wie gehabt in Punkten (häufig 48.000 Punkte / Sekunde für wav oder mp3 dateien), sondern ausschließlich als Polynomfunktion darstellt. Das lässt sich auch vergleichen mit Pixel- und Vektorgrafiken. In der Pixelgrafik wird der Farbwert jedes einzelnen Pixels auf dem Bildschirm beschrieben, in Vektorgrafiken hingegen werden ausschließlich Linien und Flächen durch mathematische Funktionen beschrieben. Deshalb kann man eine Vektorgrafik theoretisch unendlich vergrößern, ohne, dass das Bild “verpixelt”.
Ein Klang hat leider viel zu viele Informationen um seine Welle händisch nachzuzeichnen. Für diesen neuen Codec brauchen wir also einen Codierer, der automatisch die einfachsten mathematischen Funktionen zur angenäherten Beschreibung der Sampleverteilung eines Klangs berechnet. Das konvertieren in das neue Format ist also recht Rechenintensiv, da die besten (also die einfachsten * genauesten) Funktionen selbst durch übergeordnete Funktionen gefunden werden müssen. Das macht auf heutigen Computersystemen aber nix, mehr Resourcen als bei herkömmlicher Kompression von Audio dürfte es nicht verbrauchen, und der Decodierer wird schneller sein als der Decodierer von Sample-basierten Audioformaten.
Das Beste, was ich mir von dieser Idee allerdings erhoffe, ist, dass Audiodateien diesen Formates womöglich zehn- bis hundertfach kleiner sind, als Sample-basierte Audiodateien.
Arbeitsablage folgt.
PS: Diese Idee hat nicht direkt etwas mit dem .grs “Random Sound” Audioformat und Codec zu tun. Es handelt sich um zwei verschiedene Ideen, die eine, zur Verkleinerung von Dateigröße und Beschleunigung von Lesegeschwindigkeit, die andere zur Komposition von digitaler Zufallsmusik.

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