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Ellis

Psychopathie

“Also, zum einen müssen wir der Apartheid ein Ende setzen. Und das nukleare Wettrüsten stoppen, dem Terrorismus und dem Hunger auf der Welt Einhalt gebieten. Eine starke nationale Verteidigung sicherstellen, die Ausbreitung des Kommunismus in Mittelamerika verhindern, auf eine Nahost-Friedenskonferenz hinarbeiten, militärische Einsätze der USA in Übersee verhindern.”

Die to do-Liste des blendend aussehenden, in feinsten Zwirn gekleideten Mitzwanzigers will kein Ende nehmen. Kaum hat er den beim Dinner Anwesenden die Eckpfeiler einer halbwegs akzeptablen Außenpolitik seines Landes näher gebracht, widmet er sich der Malaise im Inneren: “That affects us!” Nun irritieren Themen wie Altersversorgung, Aidsproblematik, Umweltverschmutzung, Erziehung den zuvor unbeschwerten small talk.

Der junge Mann, der hier als moralische Instanz in Erscheinung tritt, um den Ethikkatalog für das späte 20. Jahrhundert zu verkünden, heißt Patrick Bateman. Er ist the boy next door — so nennt ihn jedenfalls seine Freundin Evelyn, Gastgeberin der Runde, in Anspielung auf seine zur Schau gestellte Tugendhaftigkeit, der allem Anschein nach weder Geld, noch soziales und urbanes Umfeld etwas anhaben können.

Nur wenige Romanseiten nach dieser moralischen Aufwallung läßt Bateman ganz anderen Energien freien Lauf. Rasch erweist sich der Vorzeige-Yuppie als brutaler Menschenschlächter. Wir wissen es längst: der Junge von Nebenan ist der American Psycho, von Bret Easton Ellis 1991 zum Helden seines Skandalromans erhoben. Fortan bestimmt ein Blutrausch ohne Gleichen das ansonsten nahezu ereignislose Treiben. Bald schon läßt der Leser davon ab, die Opfer zu zählen, ein Impuls, dem er zu Anbeginn der Lektüre noch gefolgt war.

Auszüge aus Wikipedia:

Psychopathie

Psychopathie bezeichnet eine schwere Persönlichkeitsstörung, die bei den Betroffenen mit dem weitgehendem oder völligem Fehlen von Empathie, sozialer Verantwortung und Gewissen einhergeht. Psychopathen sind auf den ersten Blick mitunter charmant, sie verstehen es, oberflächliche Beziehungen herzustellen. Dabei sind sie mitunter sehr manipulativ, um ihre Ziele zu erreichen. Oft mangelt es Psychopathen an langfristigen Zielen, sie sind impulsiv und verantwortungslos. Psychopathie geht häufig mit antisozialen Verhaltensweisen einher, so dass begleitend oft die Diagnose der dissozialen / antisozialen Persönlichkeitsstörung gestellt werden kann. Dennoch ist die Zahl der Psychopathen selbst unter Gefängnisinsassen als gering anzusehen.

Soziopathie
Soziopathie ist eine veraltete Bezeichnung für eine psychiatrische Störung, vor allem des Sozialverhaltens der erkrankten Person.

Die heutige Bedeutung des Begriffes Soziopath bezieht sich auf Personen, die nicht bzw. nur eingeschränkt fähig sind, Mitleid zu empfinden, sich nur schwer in andere hineinversetzen können und die Folgen ihres Handelns nicht abwägen können.

Dissoziale Persönlichkeitsstörung
Die dissoziale Persönlichkeitsstörung ist durch ausgeprägte Diskrepanz zwischen Verhalten und geltenden sozialen Normen gekennzeichnet. Typische Merkmale sind

  • Unfähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen

  • Unfähigkeit zur Verantwortungsübernahme, gleichzeitig eine klare Ablehnung und Missachtung sämtlicher sozialer Normen, Regeln und Verpflichtungen

  • Unfähigkeit, längerfristige Beziehungen aufrechtzuerhalten, jedoch keine Probleme mit der Aufnahme frischer Beziehungen

  • Geringe Frustrationstoleranz, Neigung zu aggressivem und gewalttätigem Verhalten

  • Fehlendes Schuldbewusstsein

  • Unfähigkeit, aus Erfahrungen zu lernen.

Ein weiteres Merkmal für diese Erkrankung kann eine anhaltende Reizbarkeit sein. Die Störung kann sich in oder nach der Kindheit entwickeln.